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Ansprache bei der Generalaudienz (Auszug)

Benedikt XVI. am 27. Januar 2010

 

Eine der ersten Generalaudienzen des Jahres 2010 von Papst Benedikt XVI. fiel auf den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers von Auschwitz. Der Papst nutzte den Holocaust-Gedenktag, um in seinen besonderen Worten an die deutschen Teilnehmer/innen der Generalaudienz der „Tragödie der Schoa am jüdischen Volk“ zu gedenken.

 

Ein besonderes Anliegen ist es mir heute, an den Holocaust-Gedenktag zu erinnern. Vor genau 65 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Die erschütternden Berichte der Überlebenden zeigen der Welt, zu welchen abscheulichen Verbrechen der menschenverachtende Größenwahn und Rassenhass der Nazi-Ideologie in Deutschland geführt hat. Das Gedenken an diese Taten, insbesondere die Tragödie der Shoah am jüdischen Volk, wie auch das Zeugnis all jener, die sich unter Einsatz ihres Lebens diesem Wahnsinn widersetzt haben, gemahnt uns stets aufs neue an den absoluten Respekt vor der Würde der Person und des menschlichen Lebens. Alle Menschen jedes Volkes und jedes Erdteils sollen sich als eine einzige große Familie verstehen. Der Allmächtige Gott erleuchte die Herzen und den Verstand, auf dass sich solche furchtbaren Vergehen nie wiederholen. Der Segen und der Friede des Herrn begleiten uns allezeit.


Quelle: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/audiences/2010/documents/hf_ben-xvi_aud_20100127_ge.html.

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