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Gebet am 12. Mai 2009 an der Westmauer von Jerusalem

Benedikt XVI. am 12. Mai 2009

 

Der Besuch von Papst Benedikt XVI. an der Jerusalemer Westmauer, oft als Klagemauer bezeichnet, war Bezeugung der Achtung und Ehrerbietung gegenüber dem Ort, der in der Geschichte jüdischer Frömmigkeit einen zentralen Platz hat. Seit dem 16. Jahrhundert gilt der Platz vor der Mauer als Ort der Versammlung und des Gebets. An ihm werden synagogale Gebete oder persönliche Bitt- und Dankgebete gesprochen. Der Brauch, eine auf einem Zettel geschriebene Bitte in eine Fuge der Mauer zu legen, war für den Papst Anknüpfungspunkt für eine Geste des Gebets.

 

Gott aller Zeiten,
bei meinem Besuch in Jerusalem, der „Stadt des Friedens”,
geistliche Heimat gleichermaßen für Juden, Christen und Muslime,
bringe ich vor Dich die Freuden, die Hoffnungen und Sehnsüchte,
die Prüfungen, das Leiden und den Schmerz all deiner Völker in der ganzen Welt.

Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs,
höre den Schrei der Bedrängten, der Verängstigten, der Menschen ohne Hoffnung;
sende deinen Frieden ins Heilige Land, in den Nahen Osten,
in die ganze Menschheitsfamilie.
Bewege die Herzen derer, die deinen Namen anrufen,
damit sie demütig den Weg der Gerechtigkeit und des Erbarmens gehen.

„Gut ist der Herr zu jenen, die auf ihn hoffen,
zu der Seele, die ihn sucht” (Klagelieder 3,25)

 

Quelle: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2009/may/documents/hf_ben-xvi_spe_20090512_prayer-wall_en.html; eigene Übersetzung.

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