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Glückwunschbrief an Dr. Josef Schuster zur Wahl als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, vom 30. November 2014

 

Am 11. November 2014 ist Dr. Josef Schuster – seit 1998 Leiter der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken – für vier Jahre zum neuen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt worden. Dazu gratulierte ihm Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Kardinal Marx wünschte Dr. Schuster für sein neues Amt Kraft, Mut und Gottes Segen. Die Zusicherung von Kardinal Marx, an der Seite des Zentralrats besonders bei Äußerungen von Antijudaismus und Antisemitismus zu stehen, ist ein Ausdruck des guten Verhältnisses zwischen der katholischen Kirche und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat dem neu gewählten Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, gratuliert und ihm sowie dem neuen Präsidium des Zentralrats Kraft, Mut und Gottes Segen gewünscht. Dr. Josef Schuster, bisher Vizepräsident des Zentralrats der Juden, ist heute (30. November 2014) zum neuen Präsidenten gewählt worden.

In seinem Glückwunschbrief schreibt Kardinal Marx: „In Ihnen hat die jüdische Gemeinschaft in Deutschland einen Präsidenten, der sich schon seit vielen Jahren für ein in der Tradition verwurzeltes und gleichzeitig den Herausforderungen der Gegenwart zugewandtes Judentum einsetzt. Dazu gehört für Sie auch das Engagement für die christlich-jüdischen Beziehungen.“ Er freue sich darauf, mit Dr. Josef Schuster die guten und vertrauensvollen Beziehungen zwischen dem Zentralrat und der Deutschen Bischofskonferenz in den kommenden Jahren fortzuentwickeln. „Sie dürfen gewiss sein, dass die Deutsche Bischofskonferenz auch weiterhin an Ihrer Seite stehen und gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus öffentlich eintreten wird. Sicherlich wird das Jubiläum der Verabschiedung des für uns so wichtigen Dokumentes des Zweiten Vatikanischen Konzils ‚Nostra aetate‘ im kommenden Jahr ein guter Anlass sein, das Gespräch fortzusetzen“, so Kardinal Marx.

Ausdrücklich dankte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz dem bisherigen Zentralratsvorsitzenden, Dr. Dieter Graumann, für dessen Arbeit: „Dr. Dieter Graumann hat sich große Verdienste um die jüdische Gemeinschaft und um unsere ganze Gesellschaft erworben. Für uns war er ein offener und verlässlicher Gesprächspartner, dem erkennbar an einem guten Verhältnis zur katholischen Kirche gelegen war“, so Kardinal Marx.

 

Quelle: Pressemeldung 30.11.2014 - Nr. 204, in: http://www.dbk.de/presse/details/?presseid=2691&cHash=d4ca8fd000d54fbefd8437f16c1c9d92.

 

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