One Two
Sie sind hier: Startseite Kirchliche Dokumente Online-Publikation: Die Kirchen und das Judentum I. Katholische Verlautbarungen Dokumente Schreiben „Die Kirche in Frankreich verurteilt und erinnert an die Verpflichtung zur Brüderlichkeit“

Schreiben „Die Kirche in Frankreich verurteilt und erinnert an die Verpflichtung zur Brüderlichkeit“

Französische Bischofskonferenz vom 7. Januar 2015

 

Am Mittwoch, 7. Januar 2015, wurde ein islamistisch motivierter Anschlag auf das Büro der Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris verübt. Die beiden Täter töteten zwölf Menschen: Herausgeber, Redaktionsmitglieder, Mitarbeiter im Haus und zwei Polizisten. Das Attentat stieß auf einhellige Verurteilung in Frankreich und Europa und darüber hinaus. Es wurde als Anschlag auf die westliche Freiheit und die westlichen Werte verurteilt. So hat auch die französische Bischofskonferenz (CEF) in einem Schreiben ihres Generalsekretärs angesichts des Anschlags ihre Abscheu und ihr Mitgefühl ausgedrückt. Sie denke zunächst an die Familien und Freunde der Opfer, die ratlos und entsetzt zurück gelassen wurden. Sie versicherte ebenso der Redaktion und allen Mitarbeitern der Zeitschrift ihr Beileid. Das Ausmaß des Terrors sei mit Worten nicht klar zu umschreiben; seine Gewalt sei durch nichts zu rechtfertigen. Msgr. Olivier Ribadeau Dumas, Generalsekretär und Sprecher der französischen Bischofskonferenz, hatte das Schreiben aus Rom geschickt. Dort hatte er eine Delegation französischer Imame, die im muslimisch-christlichen Austausch engagiert sind, zur Generalaudienz des Papstes begleitet.

 

Die Konferenz der Bischöfe Frankreichs möchte ihr tiefes Mitgefühl und ihren Abscheu ausdrücken, die das begangene Attentat auf den Sitz der Zeitschrift Charlie Hebdo hervorgerufen hat.

Zur aktuellen Stunde sind 12 Personen während des organisierten Angriffs getötet worden, während noch mehrere andere Personen in Lebensgefahr schweben.

Die Kirche in Frankreich denke zuerst an die Familien und Freunde der Opfer, die mit dem Entsetzen und der Ratlosigkeit konfrontiert sind. Sie versichert auch der Redaktion und Belegschaft von Charlie Hebdo ihre große Trauer.

Ein solcher Terror ist mit Worten nicht zu umschreiben.

Nichts kann eine solche Gewalt rechtfertigen.

Sie verletzt besonders die Meinungsfreiheit, ein fundamentales Bestandteil unserer Gesellschaft. Diese Gesellschaft, die aus einer bunten kulturellen Vielfalt besteht, muss ständig am Aufbau des Friedens und der Brüderlichkeit arbeiten. Die Barbarei, die sich in diesen Morden ausdrückt, verletzt uns alle.

In dieser Situation, in der uns die Wut überfallen kann, sollen wir mehr denn je die Aufmerksamkeit zugunsten der fragilen Brüderlichkeit und des Friedens, der ständig zu konsolidieren ist, verdoppeln.

 

Quelle:

http://www.eglise.catholique.fr/conference-des-eveques-de-france/textes-et-declarations/388599-attentat-charlie-hebdo/ – Eigene Übersetzung.

 

[Artikel als PDF-Version]

Artikelaktionen