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Schreiben an den Oberrabbiner von Rom

Benedikt XVI. vom 20. April 2005

 

In der Öffentlichkeit blieb jenes Zeichen der Verbundenheit relativ unbeachtet, welches der am 19. April 2005 zum Papst gewählte Kardinal Joseph Ratzinger dem Oberrabbiner von Rom, Dr. Riccardo Di Segni, zukommen ließ. So knapp die Nachricht von Papst Benedikt XVI. auch war, die Kenntnisgabe seiner Wahl und der feierlichen Inauguration war  Botschaft und Ausdruck des päpstlichen Willens, in seinem Pontifikat der Beziehung zu Juden und Judentum eine eigene Priorität zu geben. Wegen der Zeitgleichheit der päpstlichen Inaugurationsfeier am Sonntag, 24. April 2005, mit dem jüdischen Pessachfest 5765 war es weder dem Oberrabbiner noch anderen Repräsentanten des Judentums möglich, an der Feier im Petersdom teilzunehmen.

 

Der Herr segne Sie und bewahre Sie! Möge der Herr sein Angesicht über Ihnen leuchten, und sei er Ihnen gnädig! Am 19. April wählten die Kardinäle der Heiligen Römischen Kirche mich zum Bischof von Rom und universalen Hirten der katholischen Kirche.
Ihnen meine Wahl und die feierliche Inauguration meines Pontifikats am Sonntag 24. April, um 10:00 Uhr, bekannt gebend, vertraue ich auf die Hilfe des Allerhöchsten, auf dem Weg des Dialogs weiterzugehen und die Zusammenarbeit mit den Söhnen und Töchtern des jüdischen Volkes zu verstärken..

Aus dem Vatikan, 20. April 2005

 

Quelle: http://www.notredamedesion.org/en/dialogue_docs.php?a=2&id=244&categoria=cattolici – Eigene Übersetzung.

 

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